1. Oktober, Gent (Belgien) – Awingu gibt heute den Start seiner Version 5.0 bekannt. In dieser neuen Hauptversion bleibt der Awingu-Arbeitsbereich seinen Stärken der “Einfachheit” treu, während er Schritte als Zero-Trust-Grade-Sicherheitslösung unternimmt. Herkömmliche – aber immer noch weit verbreitete – Lösungen wie VPN und Open RDP-Zugang bieten nicht die richtige Mischung aus Flexibilität und Sicherheit. COVID19 löste einen massiven Anstieg der Remote-Arbeit aus, leider wurde vieles davon ohne die richtigen Sicherheitsmaßnahmen eingerichtet.

Tauchen wir tiefer in die Details der Veröffentlichung ein. Wir können die Komponenten in 3 Bereiche gruppieren. Die kurze zusammenfassende Übersicht finden Sie hier. Unten haben wir einige Besonderheiten vergrößert.

Zero Trust-grade Sicherheit

  • Kontextbewusstsein: Geolokalisierung und IP-Adresse können den Zugriff auf Anwendungen/Dateien blockieren oder eine (neue) MFA-Anmeldung anordnen.
  • SIEM-Integration (Nahe-Echtzeit-Audit-Log weiterleiten).
  • Unterstützung für PFX-Zertifikate

UX-Verbesserungen

  • IME-Tastatur-Unterstützung (z.B. Japanisch)
  • Verbesserte Tastatureingabe auf Windows-Geräten
  • Speichern von Multi-Display-Einstellungen
  • Auflösungseinstellung (falls erforderlich, Max oder Min einstellen)
  • Farbtiefe einstellen (16 (Standard), 24 oder 32 Bit)
  • Erstellen von Admin-Dashboards basierend auf Audit-Daten (z.B. in PowerBI)

Kernverbesserungen

  • WebSocket-Unterstützung in Awingu Reverse-Proxy (z. B. VoIP-Webclient oder CCTV-Anwendung)
  • Effizientere Ressourcennutzung (vereinfachte interne DB)
  • AWS-Cloudwatch-Unterstützung (Überwachung)

Gehen wir auf diese Merkmale im Detail ein.

Zero Trust-grade Sicherheit

      • Kontextbewusstsein

Eine der wichtigsten Komponenten ist die Entwicklung des “Kontextbewusstseins”. Awingu hatte bereits die Fähigkeit, MFA bei der Authentifizierung in einem nicht bekannten Netzwerk (d.h. in einem anderen Netzwerk als dem Büro) durchzusetzen. In 5.0 wird Awingu eine viel größere Granularität ermöglichen. Admins können Kontexteinschränkungen (d.h. Länder und/oder IP-Adressen) pro Ressource (d.h. gestreamte Anwendungen/Desktop und Dateifreigabe) definieren. . Außerhalb der Kontextbeschränkungen (z.B. in einem fremden Land) werden Benutzer entweder dazu gedrängt, sich bei MFA zu authentifizieren, oder sie können einfach keinen Zugriff erhalten. Dies gilt für alle Anwendungen und Dateifreigaben, bei denen di Kontexteinschränkungen eingerichtet sind. Sie können sich die Einrichtung von Kontextbewusstsein für Freigabelaufwerke mit sensiblen Daten und Anwendungen wie E-Mail-Clients und ERPs vorstellen. Die Empfehlung von Awingu lautet in allen Fällen, immer MFA zu verwenden.

Wenn Sie mehr über das Zero-Trust-Konzept erfahren möchten, haben wir einen Awinguru-Talk mit Dr. Chase Cunningham, der dem Thema gewidmet ist, sowie eine Reihe von Blog-Einträgen.

      • SIEM-Integration

Neben einer Erweiterung der Fähigkeiten zur Kontexterkennung kann Awingu nun auch in SIEM-Plattformen (Security Information and Event Management) wie Splunk oder Elastic Search integriert werden. Auf diese Weise nutzt es die nahezu Echtzeit-“https-Weiterleitung” der Awingu-Nutzungsaudit-Daten. Auf diese Weise können Organisationen einfach bündeln und ein einziges Dashboard erstellen, das alle ihre Plattformen (über Awingu hinaus) überwacht.

UX-Verbesserungen

Ein immer wiederkehrendes Thema in Awingu-Veröffentlichungen ist UX. In Awingu 5.0 folgen wir dieser Tradition mit einer Reihe von Verbesserungen – also nicht radikalen Änderungen. Mit den Verbesserungen können Awingu-Anwender produktiver arbeiten, und wir ermöglichen auch einige neue Use-Cases (z.B. die radiologische Bildanalyse). Die folgenden Funktionen/Erweiterungen sind Bestandteil von Awingu 5.0:

      • IME-Tastatur-Unterstützung

Dazu gehört zum Beispiel die Unterstützung von Tastaturen mit einer japanischen Tastatur.

      • Verbesserte Tastatureingabe auf Windows-PCs

Dies ermöglicht die Unterstützung von Legacy-Anwendungen, die Unicode nicht unterstützen (und daher musste Unicode vor Wingu 5.0 deaktiviert werden). Es bietet auch eine genauere Unterstützung für Sonderzeichen. Hinweis: Die Grundlage dieser Funktionen ist das gewählte Tastaturlayout des Benutzers (bei der ersten Anmeldung oder in seinen Kontoeinstellungen).

      • Konfiguration der Multi-Display-Einstellungen

Seit Awingu 4.2 gibt es Unterstützung für die Verwendung mehrerer Anzeigen (siehe FAQ-Post). Nun kann der Benutzer seine Konfiguration speichern und mehrere Konfigurationen erstellen. Zum Beispiel: 3 Displays für das Home-Office, 2 Displays im Büro. Die Konfigurationen können beim Start geladen werden, was Zeit spart.

Awingu 5.0 screenshot: Bildschirmkonfiguration

      • Auflösungseinstellungen (min oder max)

Wenn, aus welchem Grund auch immer, Ihre Legacy-Anwendung oder Ihr Use-Case die Einstellung einer bestimmten minimalen oder maximalen Bildschirmauflösung erfordert, kann dies für jede Anwendung einzeln erfolgen.

Eine minimale Bildschirmauflösung kann z.B. praktisch sein, wenn eine Fernverbindung von einem Gerät mit kleinem Bildschirm (z.B. einem Tablet) zu einem hochauflösenden Desktop hergestellt werden soll. Eine maximale Bildschirmauflösung kann erforderlich sein, um bestimmte Legacy-Anwendungen auszuführen, die eine bestimmte Auflösung erfordern.

Die meisten Anwendungsfälle erfordern diese Min/Max-Einstellung nicht und werden am besten über die Standardeinstellung bedient. In der Standardeinstellung wird die Auflösung des Client-Fensters als Auflösung für die gestreamte Anwendung/den Desktop verwendet.

      • Farbtiefe einstellen (16-24-32 Bit)

Standardmäßig rendert Awingu den Bildschirm mit einer Farbtiefe von 16bit (das sind 65K Farbvariationen). In einigen Fällen kann eine höhere Farbtiefe ratsam sein (z. B. bei der Fernanalyse von Radiologiebildern). In diesem Fall kann die Farbtiefe von Anwendung zu Anwendung auf 24 oder 32 Bit erhöht werden. Als Referenz wird beim Netflix 4K-Streaming eine Farbtiefe von 10 Bit verwendet. Eine Farbtiefe von 32bit nutzt 4,3Bn Farbvariationen. Es versteht sich von selbst, dass die Erhöhung der Farbtiefe auf 32 Bit voraussetzt, dass der Endbenutzer mit spezieller Hardware ausgestattet sein muss, um die Vorteile der Detailverbesserung voll nutzen zu können.

Verbesserungen am Kern der Software

Schließlich hat Awingu 5.0 eine Menge Verbesserungen unter der Oberfläche. Diese Verbesserungen erhöhen die Sicherheit der virtuellen Appliance weiter, ebenso wie die Effizienz der Ressourcennutzung.

    • WebSocket-Unterstützung im Awingu Reverse Proxy

Awingu verfügt über einen eingebauten Reverse-Proxy, der den Fernzugriff auf interne Websites (z. B. Intranet) ermöglicht. Dies wird jetzt auf Webanwendungen ausgedehnt, die Websockets erfordern; dazu gehören typischerweise Echtzeit-Video/Voice wie VoIP-Webclients oder CCTV-Webclients.

    • AWS-Cloudwatch-Unterstützung

Wenn Sie Awingu auf der AWS Infrastruktur einsetzen, können Sie AWS CloudWatch jetzt problemlos für die Überwachung nutzen.

    • Markteinführung einer neuen Awingu-Lizenz

Awingu 5.0 wird mit einem Update der Awingu-Preise für bestehende Lizenzen für gleichzeitige Benutzer kombiniert. Zugleich wird ein neues Lizenzmodell eingeführt: Es wurde ein Jahresabonnement für “named users” geschaffen, das ab 50 named users beginnt.

Unsere Preisangaben finden Sie hier.